SV Blau-Weiß Schotten – SC Viktoria Nidda 0:1 (0:0)

Spitzenspiele halten oftmals nicht das, was man sich von ihnen verspricht. Und so war es dann auch gestern Nachmittag auf dem Schottener Bockzahl, wo 250 Zuschauer im Duell des Tabellenzweiten gegen den Tabellenführer nicht unbedingt einen fußballerischen Leckerbissen geboten bekamen. Beide Teams präsentierten sich vom Anpfiff weg zwar engagiert, doch im Spiel nach vorne mit wenig Esprit. Die Viktoria besaß in den ersten 20 Minuten ein Plus an Spielanteilen, ohne allerdings im letzten Drittel wirklich gefährlich zu werden. Das Fehlen von Taktgeber Lukas Friedrich im Schottener Mittelfeld war nicht zu übersehen und so ließen die Blau-Weißen bereits im Spielaufbau jegliche Genauigkeit vermissen.

Mit fortschreitender Spieldauer fanden die Vogelsberger zwar etwas besser ins Spiel, doch passierte im letzten Drittel herzlich wenig. Der Gast aus Nidda hatte durch Raul Doda nach einem Eckball eine Kopfballchance (35.) und nur zwei Minuten später die bis dato beste Möglichkeit in diesem Spiel, als Luca Keller den Ball gekonnt annahm und bei seinem Drehschuss denkbar knapp scheiterte (37.). Auch zu Beginn der zweiten Hälfte boten beide Mannschaften wenig Tempo, dafür aber viel Rasenschach. Nach einem Freistoß von Sven Diedrich lenkte Blau-Weiß-Keeper Paul Rauer den Ball mit Bravour über die Latte (55.). Nach dem anschließenden Eckball stand Marcel Siegel sträflich frei und köpfte unbedrängt zum „goldenen Treffer“ ein (56.). Es war bezeichnend für den Spielverlauf, dass der Siegtreffer aus einem Standard resultierte. Auch der guten Kopfballchance für den Niddaer Luca Keller ging eine Freistoßvorlage voraus (64.). Schottens Keeper Rauer hielt seine Farben im Spiel, als er ein Geschoss von Paul Kipper mit Glanzparade klärte (74.). Die Blau-Weißen waren in den Schlussminuten bemüht, noch zum Ausgleich zu kommen, doch außer einer Möglichkeit für Timon Ulm, der aus 15 Metern vorbeizielte, sprang nicht viel dabei heraus (86.). Fazit: Am Ende ein verdienter Sieg für die Jung-Elf aus Nidda, die insgesamt die variablere Spielanlage zeigte, mehr Zweikämpfe gewann und von den wenigen Torchancen die besseren hatte.

Tor: 0:1 Siegel (56.). – Schiedsrichter: Corvin Luckhard. – Zuschauer: 250.