Blau-Weiß hat Nase vorn

Spannung fühlt sich anders an. Obwohl die Schottener Fußball-Stadtmeisterschaft erst am Freitagabend kurz vor Mitternacht beendet war, stand der alte und neue Stadtmeister bereits fest, als die Sonne noch am Rudingshainer Himmel strahlte. Exakt um 20.23 Uhr war dem favorisierten SV Blau-Weiß Schotten nach zwei Siegen am Vortag und dem 3:0-Auftakterfolg im ersten Freitagsspiel gegen den KSV Eschenrod der Titel nicht mehr zu nehmen.

Wie schon im Vorjahr trugen sich die Kernstädter zum wiederholten Mal in die Siegerliste ein. Immerhin nahm bei dieser Stadtmeisterschaft die Elf aus der Kernstadt teil. Bei den Gederner Titelkämpfen sah das vor einer Woche noch ganz anders aus, und bei der in der kommenden Woche stattfindenden Niddaer Stadtmeisterschaft hat der SC Viktoria Nidda überhaupt keine Mannschaft gemeldet. Im Vogelsberg wird diese Veranstaltung immer noch gut angenommen und so sorgten 320 Zuschauer an den beiden Tagen für eine ordentliche Kulisse.

Gerade einmal zehn Tage im Amt, darf sich der neue Blau-Weiß-Spielertrainer Lukas Friedrich bereits über den ersten Titel freuen. Im Auftaktspiel gegen Gastgeber VfR Rudingshain tat sich der Favorit zunächst noch ein wenig schwer, auf dem kleinen Platz eine Lücke zu finden. Der 1:0-Führungstreffer durch Jannis Ladner war dann aber der Dosenöffner für den am Ende klaren 3:0-Erfolg, den Leon Edelmann mit einem Doppelpack sicherstellte. Mit erneut zwei Treffern legte Leon Edelmann dann auch den Grundstein für den 4:0-Sieg gegen die FSG Ilbeshausen/Herchenhain/Burkhards, die diesmal nicht an die guten Leistungen vom Vorjahr anknüpfen konnte und sich in der Abschlusstabelle mit Rang vier zufrieden geben musste.

Nach dem 3:0-Erfolg im ersten Freitagsspiel gegen den KSV Eschenrod waren die Kernstädter fast schon durch. Einzig allein der neu aufgestellte SV Rainrod, der am ersten Turniertag überraschte und aus zwei Spielen vier Punkte holte, hätte den Blau-Weißen noch gefährlich werden können. Nach dem torlosen Remis der Elf um Neu-Coach Torsten Braun gegen die FSG Ilbeshausen/Herchenhain/Burkhards stand der Titelträger allerdings frühzeitig fest. Die Rainroder verloren dann auch das abschließende Match gegen Schotten mit 0:3. Bei der Siegerehrung heimsten die Blau-Weißen nicht nur den Stadtmeisterpokal ein, sondern auch den zusätzlich gesponserten Offensivpokal. Mit Leon Edelmann (5 Tore) stellte der Gruppenliga-Absteiger zudem den Gewinner des Torjägerpokals, während man sich im Lager des VfR Rudingshain, der mit null Punkten und null Toren sportlich auf der ganzen Linie enttäuschte, immerhin über den Gewinn des Fairnesspokal freuen durfte. Bei der parallel ausgetragenen AH-Stadtmeisterschaft setzte sich auch in diesem Jahr die favorisierte FSG Vulkan erwartungsgemäß die Stadtmeisterkrone auf.

Ergebnisse Senioren: Eschenrod – Ilbesh./Herchenh/Burkh 2:1, Rudingshain – Schotten 0:3, Eschenrod – Rainrod 0:0, Schotten – Ilbesh./Herchenh./Burkh. 4:0, Rudingshain – Rainrod 0:2, Eschenrod – Schotten 0:3, Rainrod – Ilbesh./Herchenh./Burkh. 0:0, Rudingshain – Eschenrod 0:1, Schotten – Rainrod 3:0, Ilbesh./Burkh,/ – Rudingshain 1:0.

Abschlusstabelle: 1. BW Schotten 13:0-Tore, 12 Punkte; 2. KSV Eschenrod 3:4, 7; 3. SV Rainrod 2:3, 5; 4. Ilbesh./Burkh. 2:6, 4; 5. VfR Rudingshain 0:7, 0.

Quelle: Kreis-Anzeiger vom 13.07.2026