
SV Blau-Weiß Schotten – KV Mühlheim 0:2 (0:1)
FSV Heegheim/Rodenbach – SV Blau-Weiß Schotten II 2:0 (0:0)
Zumindest ein achtbares Ergebnis war dem SV Blau-Weiß Schotten am drittletzten Spieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost vergönnt. Der bereits feststehende Absteiger machte es dem ambitionierten Tabellenzweiten KV Mühlheim gestern Nachmittag so schwer wie möglich und musste sich am Ende nur mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.
Wie groß wieder einmal die Personalnot bei den Blau-Weißen war, machte schon ein Blick auf dem Spielberichtsbogen deutlich. Stammkeeper Paul Rauer stand als Feldspieler in der Anfangsformation und mit Dennis Becker zudem ein Spieler, der in diesem Jahr noch keine einzige Minute gespielt hatte. Die erste nennenswerte Aktion verbuchte der Gast aus Mühlheim, als der Ball nach Direktabnahme von Youness Kurt nur knapp am von Noah Kirchner gehüteten Blau-Weiß-Gehäuse vorbeistrich (12.). In der Folge erwartungsgemäß mehr Ballbesitz für den haushohen Favoriten aus dem Fußballkreis Offenbach, der sich aber keine klare Torchancen herausspielte. Schotten setzte auch ohne den verletzten Kapitän Timon Ulm auf Umschaltmomente und hatte eine erste Möglichkeit durch Monzer Mawala, dessen Abschluss KV-Keeper Lennart Lutz allerdings vor keine Probleme stellte (35.). Drei Minuten später ließen sich die Vogelsberger auskontern und gerieten in Rückstand. Eine präzise Hereingabe von Tommaso Di Dato lochte der am zweiten Pfosten freistehende Marvin Leppin zum 0:1-Halbzeitstand ein (38.).
Mit Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich am Spielverlauf erwartungsgemäß wenig. Der Gast aus Mühlheim blieb spielbestimmend, tat sich allerdings erstaunlich schwer, klare Torchancen zu kreieren. So dauerte es bis zur 60. Minute, ehe Elias Kurt nach einer Flanke den Ball per Kopf knapp neben das Schottener Gehäuse setzte. Mit einem 5-4-1-System machte der Tabellenletzte dem Aufstiegsaspiranten das Leben auch im weiteren Verlauf der Partie sehr schwer. Die Haardt-Elf stand sehr kompakt und ließ weiterhin ganz klare Torchancen der Gäste nicht zu. Ab der 83. Minute befanden sich die Hausherren in Unterzahl, als der wegen Personalnot reaktivierte und in diesem Jahr erstmals zum Einsatz gekommene Faik Terzija die Ampelkarte sah. Den Schlusspunkt in dieser Partie setzte Ciro Di Dato, der aus spitzem Winkel den Ball in den Torwinkel beförderte und Kirchner beim 0:2 keine Abwehrchance ließ. Fazit: Nach dem verlorenen Kreispokalfinale drei Tage zuvor gegen Oberau ließ sich das bereits abgestiegene Tabellenschlusslicht nicht hängen und erzielte mit stark dezimiertem Kader gegen den Tabellenzweiten, wie schon im Hinspiel, ein achtbares Resultat. „Wir wollen uns auf keinen Fall abschlachten lassen“, lautete vor dem Spiel die Vorgabe von Blau-Weiß-Coach Christian Haardt. Seine Mannschaft hat es gestern Nachmittag auf dem Bockzahl entsprechend umgesetzt. Im letzten Heimspiel der Saison hat der Büdinger Kreisvertreter am kommenden Samstag die SG Bruchköbel zu Gast.
Schotten: Kirchner – Mahmoud, Rauer, Hohmann, Semmler, Meilinger, Boller (46. Terzija), Lauer (68. Goss/84. Haardt), Mawala, Pfeiffer, Becker. Tore: 0:1 Leppin (38.), 0:2 Di Dato (90. + 1). – Gelb-Rot: Terzija (Schotten/83.). – SR: Johannes Baumann. – Z.: 60.
A-Liga: Das Kellerduell trugen die beiden Kontrahenten im „Norweger Modell“ mit je neun Feldspielern aus, da die Gäste nicht mehr Akteure hatten. Der FSV dominierte das Spiel, ohne besonders zu glänzen. Vor allem kämpfte er lange mit seiner Chancenverwertung. Lange blieb ein Lattentreffer von Marko Sokolovic (18.) der beste Versuch. Spät im Spiel stellte Leon Benedetti mit seinem Doppelschlag (69./74.) zum 2:0 den verdienten Sieg der Heimelf her. Tore: 1:0, 2:0 Benedetti (69., 74.). – Schiedsrichter: Werner Bittner (Bruchköbel). – Zuschauer: 25.
Quelle: Kreis-Anzeiger vom 18.05.2026