SV Blau-Weiß Schotten – Spvgg Neu-Isenburg 0:2 (0:1)

In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost zog sich der SV Blau-Weiß Schotten am Ostermontag im Nachholspiel gegen Tabellenführer Spvgg Neu-Isenburg achtbar aus der Affäre und quittierte am Ende „nur“ eine 0:2 (0:1)-Heimniederlage. Nach Spielanteilen gewertet geht der Sieg der Gäste natürlich in Ordnung, doch hielt eine erneut stark dezimierte Blau-Weiß-Elf gegen den haushohen Favoriten mit Einsatzwillen und Zweikampfstärke gut dagegen.

Gegenüber dem vorherigen Heimspiel gegen Erlensee hatte sich die Personalsituation bei den Blau-Weißen nochmals zugespitzt. Coach Christian Haardt musste auf Tim Ittmann und kurzfristig auch noch auf den angeschlagenen Kapitän Timon Ulm verzichten.

Die Vogelsberger agierten vom Anpfiff weg aus einer kompakten Abwehr heraus, machten die Räume eng, und der haushohe Favorit aus dem Fußballkreis Offenbach tat sich schwer, eine Lücke zu finden. Torchancen blieben in den ersten 20 Minuten absolute Mangelware. Die Hausherren präsentierten sich mit zunehmender Dauer im Spiel nach vorne etwas mutiger, ohne allerdings echte Torgefahr ausstrahlen zu können. Das Spiel des Tabellenführers blieb auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs absolut ideenlos und kreative Momente blieben Mangelware. Die Blau-Weißen ließen sich nicht locken, standen weiterhin sehr kompakt, sodass sich die Elf aus Neu-Isenburg nicht eine echte Torchance herausspielte. Bis kurz vor dem Halbzeitpfiff: Als die Schottener Mannschaft ein einziges Mal zu weit aufgerückt war, schlug die Spielvereinigung eiskalt zu. Nach einem schnellen Konterangriff über die linke Seite war es Noah Greiner, der ein präzises Zuspiel von Nils Balder zum 0:1-Halbzeitstand verwertete (44.).

Mit Beginn der zweiten Hälfte erhöhte der Gast das Tempo. Das Resultat waren zwei Möglichkeiten für Jerome Albera (48.) und Diack (51.), die beide am aufmerksamen Blau-Weiß-Keeper Paul Rauer scheiterten. Umschaltmomente der Blau-Weißen waren auch im zweiten Durchgang rar, doch in puncto Einsatz und Willen blieben die Vogelsberger nichts schuldig. Neu-Isenburg verbuchte zwar auch im zweiten Durchgang gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, doch dem Ruf eines Aufstiegsaspiranten wurde die Elf von Coach Zivojin Juskic auch in Hälfte zwei nicht gerecht. Bis auf die beiden erwähnten Möglichkeiten zu Beginn des zweiten Abschnitts wurde es im Schottener Strafraum nie richtig gefährlich.

Die Entscheidung fiel dann auch erst kurz vor Spielende, als Adis Pasic per Kopfball zum 0:2-Endstand erfolgreich war (88.). Fazit: Mit „voller Kapelle“ wäre für die Blau-Weißen gegen eine keineswegs überzeugende Spitzenmannschaft vielleicht sogar etwas möglich gewesen.

SV Blau-Weiß Schotten: Rauer; Schuchart, Braun, Hohmann, Mahmoud, Meilinger, Lauer (83. S. Edelmann), L. Edelmann, Mawala, Pfeiffer (71. Semmler), Ladner (65. Helfrich).

Tore: 0:1 Greiner (44.), 0:2 Pasic (88.) – Schiedsrichter: Simon Wawra. – Z.: 70.