Eintracht Oberissigheim – SV Blau-Weiß Schotten 12:0 (4:0)

FC Rommelhausen – SV Blau-Weiß/Schotten II 7:0 (2:0) 

GL: Schlimmer geht’s nimmer. Anders kann man es wohl nicht ausdrücken, was da am Sonntagnachmittag auf dem Sportgelände in Niederissigheim aus Schottener Sicht passierte. Eintracht Oberissigheim rehabilitierte sich mit dem Kantersieg für die am Spieltag zuvor kassierte 1:2-Derbyniederlage bei der SG Bruchköbel und schoss sich gleichzeitig für das am kommenden Mittwoch anstehende Kreispokal-Viertelfinale gegen Hessenligist SC 1960 Hanau warm.

Die Gäste aus dem Vogelsberg hielten anfangs noch gut mit und hätten sogar in Führung gehen können. Winterneuzugang Mahammad Mahmoud setzte den Ball nach Zuspiel von Timon Ulm an die Unterkante der Latte (11.). Eintracht-Coach Janis Gräfe und auch Blau-Weiß-Coach Christian Haardt waren sich nach Spielende einig: Das 4:0 zur Halbzeit entsprach in dieser Höhe nicht ganz dem Spielverlauf.„Unsere ersten beiden Treffer fielen nach Standardsituationen, das waren unsere Dosenöffner“, erklärte Gräfe. „Wir waren in den ersten 25 Minuten ein absolut gleichwertiger Gegner. Drei Gegentreffer nach Standards haben uns aber schon in der ersten Halbzeit auf die Verliererstraße gebracht“, teilte auf der Gegenseite Blau-Weiß-Coach Christian Haardt mit.Mit einem Doppelpack kurz vor der Pause machte die Eintracht noch in Abschnitt eins alles klar. Zwei krasse Fehler von Blau-Weiß-Keeper Paul Rauer bei den Treffern fünf und sechs läuteten dann das Debakel der Blau-Weißen ein. Schon ein wenig fassungslos war Blau-Weiß-Coach Haardt über den Verlauf der Schlussphase und sparte dann auch nicht mit Kritik. „Sechs Gegentreffer in nur zwölf Minuten, das darf keiner Mannschaft passieren. So darf man sich einfach nicht präsentieren“, teilte Haardt mit. „Schotten war zwar am Ende klar unterlegen, aber vom Auftreten her ein sehr fairer Gegner“, meinte auf der Gegenseite Trainerkollege Janis Gräfe.

SV Blau-Weiß Schotten: Rauer – Schuchart, Braun, Hohmann, Mahmoud, Meilinger, Hau, Edelmann, Ulm, Pfeiffer, Ladner. Eingewechselt: Lauer, Ittmann. Tore: 1:0 Schwarzer (25.), 2:0 Dritsos (28.), 3:0 Schwarzer (43.), 4:0 und 5:0 Lüdke (44./FE, 50.), 6:0 Kreinbihl (53.), 7:0 Busch (78.), 8:0 Zimpel (80.), 9:0 Nowak (85./FE), 10:0 Gischewski (88.), 11:0 Dritsos (89.),12:0 Müller (90.+2). Zuschauer: 120.

 

A-Liga: Die Partie kam im „Norweger Modell“ zur Austragung, da die Gäste nur neun Spieler mitbringen konnten. Obwohl der FC seine Favoritenrolle ausspielte, gelang es den Schottenern dank ihres sehr guten Torwarts Noah Kirchner lange, immerhin das Torschießen für den FCR zu erschweren – mit 2:0 ging es in die Pause. Nach dem Wechsel zahlte es sich aus, dass der FC neue Spieler hereinbringen konnte. Konditionell nun deutlich überlegen, schoss er zwischen der 66. und 71. Minute vier Tore. Dazu gehörte ein Hattrick von Ilie Bandol, der im gesamten Spiel fünfmal traf. Tore: 1:0 Bandol (20.), 2:0 Daniel Cenusa (38.), 3:0, 4:0, 5:0 Bandol (66., 68., 70.), 6:0 Alexandru Sima (72.), 7:0 Bandol (80.). – Schiedsrichter: Erol Yilmaz (Sachsenhausen). – Zuschauer: 35.

 

Quelle: Kreis-Anzeiger vom 23.03.2026